Malerbetrieb van Acken

Schimmelpilzsanierung

Schimmelpilzsanierung

Schimmel kann viele Uhrsachen haben und die Arbeiten sollten von einem Zertifizierten Fachunternehmen durchgeführt werden. Eine Sanierung sollte dabei stets mit der Beseitigung der Ursachen des Schimmelpilzbefalls beginnen. Es müssen die Ursachen für die Feuchtigkeit an dem betroffenen Bauteil erkannt und behoben werden. Das Vermeiden von feuchten Materialien in der Wohnung ist die wirkungsvollste Methode bei der Bekämpfung von Schimmelschäden.

Baumängel bzw. -schäden und die Ursachen für Schäden durch Wasser aus dem Erdreich, der Wasserinstallation bzw. dem Abwassernetz sowie durch Regen und Hochwasser sind zu beheben. Für den Fall, dass bauseitige Schwachstellen und Nutzungsverhalten für den Schimmelpilzbefall verantwortlich sind, sollen die Ursachen für Feuchteschäden aufgezeigt und Maßnahmen zu ihrer Beseitigung vorgestellt werden. Aufgrund der Vielschichtigkeit der Schadensursachen, des unterschiedlichen Schadenumfangs und der unterschiedlichen Gefährdungsmöglichkeiten ist es schwierig, für alle denkbaren Fälle geeignete Empfehlungen zu geben. Daher können hier nur für die relevantesten Fälle Sanierungsempfehlungen gegeben werden. Die nachfolgend beschriebenen Ursachen für Schimmelbefall wirken sich um so gravierender aus, je beengter die Wohnverhältnisse sind. Je höher die Belegungsdichte einer Wohnung ist, desto schwieriger wird es, die produzierte Luftfeuchtigkeit abzulüften.

Hohe Raumluftfeuchtigkeit
Die Raumluftfeuchtigkeit kann zeitweise oder andauernd erhöht sein. Als Orientierung dient der Wert der relativen Luftfeuchte, der mit einem Hygrometer kontrolliert werden kann. Abhängig vom Dämmstandard sollten bei einer Überschreitung (während der Heizperiode) von 50 % (Altbau) bis 60 % (Neubau) Maßnahmen zur Absenkung der Raumluftfeuchtigkeit ergriffen werden.

Hohe Feuchtigkeitsproduktion
Maßnahmen zur Reduzierung des Feuchteeintrags in die Raumluft sind immer sinnvoll. Es sollte z. B. keine Wäsche in der Wohnung getrocknet werden, Pflanzenbestand begrenzen, anhaftendes Wasser an der Duschwand gleich entfernen, nach dem Duschen sofort lüften.

Neubaufeuchte
Baustoffe wie Mörtel, Putz, Estrich, Steine, Beton und die Witterung bringen während der Bauphase erhebliche Wassermengen in den Bau. Im Mittel werden beim Massivbau etwa 90 Liter Wasser pro Quadratmeter Wohnfläche bei der Neubauerstellung eingebracht (das sind 9 Tonnen bei 100 m² Wfl.!)

Es dauert zum Teil mehrere Heizperioden, bis die Baufeuchte aus dem neu gebauten Haus austrocknet. Kritisch sind in dieser Zeit vor allem Beton und Porenbetonwände zu betrachten. Estrich und der meist erst kurz vor dem Bezug angebrachte Innenputz bedingt ca. während des ersten halben Jahres nach dem Einzug eine erhebliche Feuchtebelastung. Die erhöhte Luftfeuchtigkeit muss ganz gezielt aus der Wohnung abgelüftet werden. Hier ist eine entsprechende Belehrung des Nutzers unbedingt erforderlich.

Reicht ein in der Anfangszeit notwendiges verstärktes Lüften und Heizen nicht aus um Schimmelbildung zu verhindern, ist in der Wohnung eine technische Trocknung unter Beachtung der Ausführungen dieser Handlungsempfehlung durchzuführen.  

Unzureichende Lüftung
Alle Innenräume, die von Menschen genutzt werden, müssen auch zur Vermeidung von hohen Innenraumoberflächenfeuchten (Tauwasser ist für die Schimmelpilzbildung nicht erforderlich; das Wachstum beginnt bei etwa 80 % Oberflächenfeuchte!) ausreichend gelüftet werden. Dazu ist es erforderlich, dass die vorhandenen Fenster zu Lüftungszwecken geöffnet werden können. Der notwendige Luftaustausch ist von der Raumgröße und der vor allem von der Belegungsdichte abhängigen Feuchtelast bestimmt. Somit kann hier kein allgemein gültiger Wert angegeben werden. Zur Feuchteabfuhr ist gegebenenfalls durch eine tägliche Fensterlüftung eine mittlere Luftwechselrate von 0,5/h sinnvoll, wobei die Lüftung möglichst über den Tag verteilt erfolgen sollte. 

Wandoberflächen - Temperaturen zu niedrig
Wenn die Wandoberflächen Temperatur zu niedrig ist, kann es zu einer erhöhten Feuchtigkeit an Bauteiloberflächen kommen, die wiederum die Ursache für Schimmelpilzwachstum sein kann. In solchen Fällen kann die Schimmelpilzbildung u.a. durch die Anbringung einer ausreichenden Wärmedämmung verhindert werden. Da Innendämmungen aber aus bauphysikalischen Gründen – Absenkung der Temperatur zwischen Dämmung und Wandbildner und damit verbunden höhere Feuchten in diesem Bereich - nicht unkritisch sind, müssen Auswahl und Niveau der Wärmedämmung sowie der gesamte Konstruktionsaufbau den hygrothermischen Verhältnissen des Bauwerks angepasst werden. Entsprechende Fachplaner (i.d.R. Architekten oder Bauingenieuren) sollten hinzugezogen werden.

Unzureichendes Heizen
Schlafzimmer und auch selten bewohnte Räume (wie Gästezimmer) dürfen, wenn sie nicht separat gelüftet werden, nicht ganz auskühlen. Sie sollten nicht bzw. möglichst wenig indirekt über andere Räume mit beheizt werden, da sonst durch die einströmende warme Luft auch Feuchte einströmt, die sich an kalten Oberflächen niederschlägt. Empfehlenswert ist ein gleichmäßiges Heizen aller Räume. Eine höhere Zimmertemperatur sorgt für niedrigere Raumluftfeuchten und höhere Oberflächentemperaturen. Eine Anhebung der Raumtemperatur kann deshalb sehr wirkungsvoll Schimmelpilzwachstum vermeiden helfen.

Mangelnde Luftzirkulation hinter Einrichtungsgegenständen
Größere Einrichtungsgegenstände aber auch schwere lange Vorhänge an Außenwänden behindern die Erwärmung der Wandfläche, die durch Konvektion und Strahlungsaustausch im Raum erfolgt. Hinter einem Möbelstück ist in der Heizperiode die Außenwand immer kälter als die unmöblierte Wand. Daher tritt an der Oberfläche der Außenwand hinter einem Möbelstück eine vergleichsweise höhere relative Feuchtigkeit auf und es ist aus diesem Grunde mit einem Schimmelpilzbefall zurechnen. Derselbe Effekt tritt bei ungedämmten Böden mit kalter Oberflächentemperatur auf. Daher sind bei der Möblierung folgende Maßnahmen zu beachten:

  • Möbel wenn möglich nicht an gefährdete Außenwände (Außenwände mit niedrigem Dämmniveau) und besonders nicht in Außenecken stellen.
  • Ist eine Möblierung an gefährdeten Außenwänden unvermeidlich, sollte ein Mindestabstand zur Außenwand von ca. 10 cm eingehalten werden.
  • Hinter großen Möbeln sollte eine vertikale Zirkulation der Raumluft ermöglicht werden (Schränke auf Füße stellen, nicht Raum hoch).
  • In kritischen Fällen sollte die Möglichkeit einer Beheizung dieser Fläche überlegt werden. (z.B. Sockelbereich einer Einbauküche im EG an der Außenwand neben dem kalten Treppenhaus.

Wir führen gerne Messungen und Ursachenbestimmung für Sie durch.  Rufen Sie uns an und vereinbaren mit uns einen Termin. Die voraussichtlichen Kosten belaufen sich auf ca. 75,00 €/netto (Anfahrtskosten ca. 10,00 €/je nach Entfernung, Messungen, Beratung vor Ort, schriftliche Ausarbeitung und Erstellung eines Angebots).

Quelle der Ausarbeitung: Hauptverband Farbe Gestaltung Bautenschutz 

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